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Integrationskurse
Seit einigen Jahren nehmen Zuwanderer in Deutschland an den sogenannten
Integrationskursen teil. Ihr Ziel: Die Migranten sollen sich im Alltag
auf Deutsch verständigen können und so der deutschen
Gesellschaft näher kommen und einen Einblick in die Rechtsordnung,
Kultur und Geschichte Deutschlands bekommen.
Integrationskurse bestehen aus einem Sprachkurs (Deutschkurs) und aus
einem Orientierungskurs. Im 45 stündigen Orientierungskurs stehen
die deutsche Kultur, das Rechtssystem, die Politik und die Werteordnung
im Vordergrund.
Die normalen Sprachkurse – Deutschkurse - bestehen aus 645
Stunden (eine Unterrichtsstunde ist 45 Minuten). Die Kurse unterteilt
man in sechs Module. Ein Modul dauert 100 Stunden. Die Deutschkurse
kann man als Vollzeitkurs (20 – 25 Stunden /Woche) oder als
Teilzeitkurs (10 - 12 Stunden/Woche) besuchen. Die Teilzeitkurse ermöglichen es auch
Berufstätigen oder Eltern, an den Kursen teilzunehmen.
In jeder Stadt dürfen einige zugelassene Sprachschulen und
Institutionen diese Kurse durchführen. Die Liste kann man mit dem
Berechtigungsschein von der Ausländerbehörde bekommen. Bevor
man mit einem Kurs anfängt, macht man einen Einstufungstest,
um das Anfangsmodul zu bestimmen.
Die Kursteilnehmer dürfen Ihre Sprachschulen selbst aussuchen und
am Ende jeden Moduls auch wechseln, wenn man mit dem Kurs nicht
zufrieden ist. Die regelmäßige Teilnahme an Kursen ist
erforderlich.
Die Kurse werden durch Migrationserstberatungstellen,
Jugendmigrationsdienste und durch Zusatzangebote ergänzt und
unterstützt.
Die Integrationskurse funktionieren nach dem Prinzip: Fördern und Fordern.
Die Kurse werden vom Staat finanziell gefördert: Wenn jemand
arbeitslos ist, oder staatliche Hilfe bekommt, übernimmt der Staat
die gesamten Kurskosten. Wenn jemand arbeitet und ausreichendes
Einkommen hat, dann zahlt er pro Unterrichtsstunde 1 EUR (100
Stunde = 100 EUR) selbst, den Rest übernimmt der Staat. Die
Studenten, die nur zum Studieren nach Deutschland gekommen sind, werden
leider in der Regel nicht gefördert.
Die erfolgreiche Teilnahme an dern Integrationskursen werden auch
gefordert: Die Kursteilnehmer müssen am Ende der Deutschkurse
Sprachniveau B1 erreichen. Das wird durch die bestandene Zertifikat
Deutsch Prüfung bestätigt. Wenn man die
Prüfung "Deutschtest für Zuwanderer B1/A2" nicht mit dem
B1 Niveau sondern mit dem A2 Niveau besteht, kann man noch
zusätzlich 300
Stunden Deutschkurs (Wiederholungskurs) beantragen. Wenn man aber bei
der Prüfung unter dem A2 Nivau bleibt, dann muss
man seine Widerholungskurse selber finanzieren!
Es gibt auch spezielle Kurse für Jugendliche, Frauen und für
Teilnehmer, die nicht richtig schreiben und lesen können. Diese Kurse
dauern 900 Stunden, anschließend besucht man 45 Stunden den
Orientierungskurs, den man auch mit einem Abschlusstest
abschließt. Bei Bedarf kann man diese Kurse um weitere 300 Unterrichtstunden verlängern.
Wenn man die Prüfung "Deutschtest für Zuwanderer B1/A2" und den Abschlusstest
Orientierungskurs bestanden hat, bekommt man das „Zertifikat
Integration“, das bei der Verlängerung der
Aufenthaltserlaubnis und Erlangen der Niederlassungserlaubnis oder die
deutsche Staatsangehörigkeit nützlich ist.
Über die aktuellen Details der Integrationskurse, über die
Fördermöglichkeiten und Prüfungen beraten wir Sie gerne
persönlich in unserem Büro (in mehreren Sprachen).
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